Poetry Art aus bedruckten Servietten

Bring dein Lieblingsgedicht an die Wand - mit Serviettentechnik und Pinsel | www.theachievearchives.com

Wer an Serviettentechnik denkt hat sofort schlimmen Spießkram im Kopf, klar. Zu unrecht, denn man kann mit dieser Technik tolle Unikate herstellen! Dabei kostet es nicht viel, die Effekte sind spannend und es macht unheimlichen Spaß. Also ran ans Werk – dein Lieblingsgedicht oder -Zitat wird jetzt gebührend gefeiert und bekommt eine eigene Arena…

Für die perfekte Inszenierung kannst du gleich noch einen maßgeschneiderten Rahmen mit Schattenfuge zusammenzimmern. Wie der geht, siehst du HIER!

das brauchst du für dein Gedicht-Bild

Für ein Poetry-Bild aus Servietten brauchst du:

  • eine Sperrholzplatte – lass sie dir im Baumarkt gleich auf die richtige Größe zuschneiden. Manchmal gibt`s bei den Resten auch super Stücke, da kannst du ordentlich sparen. Grundsätzlich gilt natürlich je größer das Format, desto dicker die Platte. Mit 10 mm kannst du aber nichts falsch machen.
  • weiße Farbe – alles geht. Rest Wandfarbe vom Malern, Abtönfarbe etc… Natürlich kannst du auch alle anderen Farbtöne nehmen, aber wenn es so aussehen soll wie auf dem Foto, nimm weiß.
  • evtl. Kontrastfarbe um lebendige Reflexe zu erzeugen – hier schwarz, rot und ocker
  • weiße Papierservietten
  • Decoupagekleber z.B. von Pébéo über Modulor – prinzipiell geht auch irgendein Leim, der transparent trocknet
  • einen breiten Borstenpinsel und einen weichen Haarpinsel
  • eine Schere
  • evtl. transparenten Überlack zum Versiegeln – ob matt oder glänzend ist Geschmacksache
  • einen Drucker

los geht`s

Poetry Art Bild mit bedruckten Servietten | www.theachievearchives.com1.  Deine Papierservietten sind wahrscheinlich dreischichtig. Trenne diese Schichten erstmal voneinander.

2.  Dann reiße die geprägten Kanten mit diesen Rautenmustern seitlich ab, die würden gleich nur stören.

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Dein Lieblingszitat wird zum Unikat - Serviettentechnik mal anders | www.theachievearchives.com3.  Jetzt wirds spaßig: klatsch`ordentlich Farbe mit dem Borstenpinsel auf das Sperrholzbrett. Du musst nicht sparen oder ordentlich sein! Am besten du machst erstmal eine Fläche die etwa so groß wie eine Serviette ist.

4.  Nimm jetzt die präparierten Serviettenstücke und leg sie auf die nasse Farbe. Du brauchst weder eine ruhige Hand oder ein Lineal benutzen. Hau einfach drauf! Dann mit dem dicken Borstenpinsel, der am besten noch Farbe dran hat wieder drüberpinseln. Je wilder du bist, desto stärker reisst jetzt das Serviettenpapier und wirft sich zu kleinen Hügeln, Falten und Tälern auf. Das macht dein Bild später schön plastisch. Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, lass es ein bisschen antrocknen. Dann trag nochmal eine Schicht Farbe auf – jetzt kannst du auch mit ein paar Tropfen anderer Farbtöne herumexperimentieren – es wirkt schön und lebendiger, wenn die Fläche nicht durchgängig reinweiß ist, sondern ein paar Farbunregelmäßigkeiten auftreten.

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bedruckte Servietten, Farbe, Leim und eine Sperrholzplatte - dein perfektes Lieblingsgedichte-Bild | www.theachievearchives.com5.  Jetzt wird`s Zeit deinen Drucker ein bisschen zu missbrauchen. Schneide eine Serviette schmaler, so dass sie etwas schmaler als ein A4 Papier ist und leg sie – nicht auseinandergefummelt, sondern dreischichtig – in das Einzugsfach deines Druckers. Kopier dir das Zitat oder Gedicht, das du benutzen möchtest in ein neues Dokument und stell die Farbe und Schriftart ein die dir gefällt. Zum Beispiel Courier New oder Futurist. Experimentiere ausserdem ein bisschen mit der Schriftgröße herum.

6.  Dann drucke das Dokument aus und stückel Wort um Wort und Satz um Satz dein Gedicht zusammen. Vergiss nicht den Dichter oder Urheber des Zitats auch mitauszudrucken! Dann trenne wieder die Schichten der Servietten.strich2

drucken, pinseln, leimen - mach`dein Lieblingsgedciht zum Unikat | www.theachievearchives.com7.  Jetzt wird`s doch nochmal ein bisschen fummelig: Schneide die Wörter mit einer Schere aus und platziere sie erstmal grob auf deinem Brett – das jetzt ganz durchgetrocknet sein sollte. Nimm jetzt den Kleister und trage mit dem weichen Pinsel eine dünne Schicht auf. Dann lege das Wortstück darauf und pinsel und tupfe ganz vorsichtig mit etwas Kleister nochmal drüber. Nicht zu wild rubbeln, sonst macht die Druckerfarbe evtl. Schlieren.

Mach dir keinen Kopf, wenn die Sätze nicht supergerade sind. Mach einfach wie es kommt – je lebendiger es wirkt desto besser.

8.  Wenn der Kleister gut durchegtrocknet ist, trägst du am besten nochmal eine letzte, sehr dünne Schicht Klarlack auf um das Bild robuster zu machen. Nimm einfach den Borstenpinsel, den du davor von der Farbe befreit hast.

Dein Potry-Bild ist jetzt fertig, aber etwas fehlt noch: der richtige Rahmen! Wie du den ganz einfach selbst machen kannst, zeige ich dir hier